Aktuelle Publikationen

Das Archiv der Akademie der Künste ist ein offener Ort für den Austausch von Kunst und Wissenschaft und die Zusammenarbeit zwischen den Kunstformen. Zum 75. Jubiläum erzählt die Ausstellung „Out of the Box“ in 75 Geschichten von der Arbeit am Gedächtnis, von der Entstehung künstlerischer Werke, von Struktur und Organisation kulturellen Wissens, von Überlieferung und Fehlstellen. Im Zeitalter „alternativer Fakten“ und Künstlicher Intelligenz ist das Archiv der Ort verlässlicher Informationen und authentischer Quellen. Zugleich ist es offen für neue künstlerische Ausdrucksformen, Medien, Speicherungs- und Kommunikationsformen. Ikonische Zeugnisse, wie Walter Benjamins Aufsatz „Was ist Aura?“, Liebesbriefe von Anna Seghers, Bertolt Brechts Dreigroschenoper, John Heartfields Collagen, ein Tagebuch von Käthe Kollwitz oder Mary Wigmans Tanznotationen sprechen von der Aura der Objekte und dem Potenzial von Archiven, den Kanon für die Erinnerungsarbeit künftiger Generationen zu bestimmen.


Ist das Unbekannte nur ein Wort? Ein blinder Fleck? Etwas, das wir nicht sehen können? Mal tritt es als etwas Bedrohliches, mal als Faszinosum, ja als Bedingung für die Literatur in Erscheinung. Gilt es, sein Geheimnis und seinen Reiz zu wahren oder will man es ins grelle Scheinwerferlicht des Fortschrittsglaubens und der Forschungsreisen zerren? 21 Mitglieder der Akademie der Künste nähern sich dem Begriff des Unbekannten in essayistischen, lyrischen und fiktionalen Texten. Dabei sind Introspektionen entstanden, Spekulationen oder Reflexionen über das Erkunden, das Umkreisen, das Entdecken. 


Die späten 1960er- und die 1970er-Jahre waren eine Blütezeit des bundesdeutschen Fernsehfilms. Gesellschaftskritische Themen wurden in innovativer und experimentierfreudiger Weise verhandelt und führten regelmäßig zu öffentlichen Debatten. Einen wesentlichen Anteil an dieser Entwicklung hatte die Fernsehspielabteilung des WDR. Der Band enthält ein Gespräch mit Günter Rohrbach sowie Beiträge von Dietrich Leder und Torsten Musial.


Der in den Widerstandskreis der „Weißen Rose“ verwickelte, vom „Volksgerichtshof“ jedoch nicht zum Tode verurteilte Falk Harnack (1913–1991) profilierte sich ab den frühen 1950er-Jahren als einer der wesentlichen deutschen Film- und Fernsehregisseure. Er begriff die eigene Diktaturerfahrung zeitlebens als demokratische Verpflichtung, die er in Form filmischer Erzählungen auch kommenden Generationen vermitteln wollte.


Der Katalog zur Ausstellung stellt zwei Frauen einander gegenüber, die beide ihre künstlerische Laufbahn in den 1920er-Jahren begonnen hatten: die Fotografin Ellen Auerbach (1906–2004) und die Grafikerin Lea Grundig (1906–1977). Während des Nationalsozialismus waren beide aufgrund ihrer jüdischen Herkunft und, im Falle Lea Grundigs, ihres politischen Engagements gezwungen, aus Deutschland zu fliehen, um in Palästina zeitweilig Zuflucht zu finden – Erstere von 1933 bis 1936, Letztere von Ende 1940 bis 1948.